Lesce mit Kirche

Kirche Mariä Himmelfahrt

Der Ort Lesce gilt als der älteste Marienpilgerweg in der Region Gorenjska. Die Pfarrkirche in Lesce ist eines der bedeutendsten barocken Denkmäler der Region.

Kirchenäußeres

Die Kirchenfassade schmückt das erhaltene gotische Fresko Maria Königin mit dem Jesuskind auf dem Thron mit der Signatur der Maler Nikolaj (Nikolas) und Štefan (Stephan) aus Gorica (Görz), die an der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert tätig waren. Dies ist das älteste signierte Fresko in Slowenien. An der Stirnseite der Kirche befindet sich das Fresko des akademischen Malers Vinko Tušek aus dem Jahr 1995, welches das ursprüngliche gotische Fresko ersetzte.

 

Eine Sehenswürdigkeit der Pfarrkirche ist der Glockenturm, der von der Kirche getrennt steht, was im slowenischen Raum nicht üblich ist. Der ursprüngliche Glockenturm, der an der Stirnseite der Kirche stand, wurde bei einem Erdbeben im Jahr 1511 zerstört. Sichtbar sind noch die Überreste der hinteren Wand. Nach dem Erdbeben wurde der neue Glockenturm getrennt von der Kirche errichtet, später vergrößert und Ende des 18. Jahrhunderts teilweise barockisiert. Am freistehenden Glockenturm befindet sich ein gotisches Portal mit der eingemeißelten Jahreszahl seiner Entstehung 1522–23.

 

Geschichte der Kirche

Die erste Kirche soll hier schon in der Zeit der Römer, im 4. Jahrhundert, gestanden haben. Mitte des 12. Jahrhunderts wurde die alte Kirche, die Maria geweiht war und zahlreiche Pilger anlockte, abgerissen und an deren Stelle eine neue Kirche erbaut. Die Holzkapelle wurde damals vom Brixner Pfarrer auf seinem Anwesen erbaut, später errichtete er mit Zustimmung des Patriarchats von Aquileia an derselben Stelle eine Steinkapelle. Im 14. Jahrhundert hatte die Kirche drei Schiffe und drei Presbyterien. Ende des Jahrhunderts wurde sie im gotischen Stil umgebaut, im 17. und 18. Jahrhundert erhielt sie das barocke Erscheinungsbild. Die ursprüngliche Holzdecke wurde durch eine Kuppel ersetzt, die drei Presbyterien wurden abgerissen und ein quadratisches Presbyterien erbaut, die beiden seitlichen wurden zu einer Sakristei umgebaut.

 

Kircheninneres

Das Presbyterium wurde im Jahr 1736 von Franc Jelovšek mit einem illusionistischen Bildnis von Mariä Himmelfahrt bemalt. Der Hauptaltar, geweiht der Muttergottes, stammt aus dem 18. Jahrhundert und enthält mehrere Statuen verschiedener Künstler aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Der Seitenaltar des hl. Antonius von Padua ist ein Werk des Bildhauers Janes Vurnik, das Altarbild wurde von Matija Bradaška gemalt. Der Altar des hl. Andreas stammt aus Tirol, ebenso der Altar auf der rechten Seite.

 

Der Schlossherr Dietrichstein aus Radovljica übereignete die Kirche von Lesce den Protestanten. Aus dieser Zeit stammt das Bild von der Taufe Jesu im Fluss Jordan aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Werk eines unbekannten norditalienischen Malers ist das älteste Bild in der Kirche, die auch hochwertige Fastenbilder von Leopold Layer aus dem Jahr 1795 verwahrt.

 

Im Kircheninneren kann man auch die Wappen von Adelsfamilien und späteren Ländern erkennen. Darunter die Wappen der Grafen von Ortenberg, der Grafen von Cilli, der Familien von Habsburg und von Thurn, aber auch die Wappen des Königreichs Jugoslawien, der Föderativen Republik Jugoslawien und von Slowenien.

 

 

 

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